Die Craniopathie wurde vor ca. 65 Jahren in den USA von dem Osteopathen und Chiropraktiker Dr. DeJarnette als Teil der SOT - Sacro-Occipital Technique entwickelt.
Die Sacro-Occipital-Technique stützt sich auf die Möglichkeit der passiven Positionierung und Justierung der Wirbelsäule und des Beckens durch das Gewicht eines Patienten, der auf strategisch platzierten, gepolsterten Keilen liegt.
Dr. DeJarnette lernte einige Techniken von Sutherland und einige hat er mit Sutherland zusammen entwickelt.
Sutherland entdeckte auch, dass die Knochen des Schädels nicht fest miteinander verwachsen sind, sondern sich Mikromillimeter in ihrem “Bewegungsmuster bewegen”
Er vermutete, dass es eine rhythmische Beziehung zwischen Schädel (Cranium) und Kreuzbein (Sakrum) gibt.
Er nannte sie “primäre Atmung”, welche heute als cranio-sakraler Rhythmus bezeichnet wird.
Das Liquor (Nervenflüssigkeit) zirkuliert (u.a. auch atemabhängig) in einer sackähnlichen Membran, der DURA, die das Gehirn und Rückenmark umschließt.
Diese Flüssigkeit schützt das sensible zentrale Nervensystem, sorgt für seine Ernährung, transportiert und entsorgt Stoffwechselprodukte und ist Leitungssystem für die Übertragung von Nervenimpulsen. Die ungestörte Zirkulation durch das Nervensystem ist von großer Bedeutung für die Gesundheit.
Geburtstraumen, (Glocke, Zange usw.), extreme körperliche Anstrengung, Unfälle und Sportverletzungen sowie Umwelteinflüsse können die Membranen des Nervensystems verschieben und die Zirkulation des Liquor stören. Die Folgen sind nicht ausreichend erforscht, können aber große Bedeutung für die Gesundheit haben.
Diese Vorgänge richtig einzuordnen, das Becken und das Cranium korrekt wieder zu justieren, um die Ursachen zu beseitigen, ist erst durch eine präzise Analyse des ganzen Bewegungs- und Nervensystems möglich.